Das Schuldbetreibungs- und Konkursrecht regelt die zwangsweise Einreibung von offenen Geldforderungen unter Mitwirken des Staates. Zur Eintreibung von Schulden sieht das Schweizer Recht ein weltweit einzigartiges System vor. Jede Person, die von einer anderen Person eine Geldforderung einziehen will, kann mittels Zahlungsbefehl die Einforderung durch den Staat verlangen. Hierfür ist im ersten Schritt keinerlei Glaubhaftmachung der Forderung nötig, geschweige denn ein vorgängiges Urteil oder ein Vertrag. Dieser Umstand führt oft dazu, dass sowohl Private als auch Unternehmungen sich gegen ungerechtfertigte Ansprüche zur Wehr setzen müssen. Dies können sie, indem sie gegen den Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag erheben.
Der Gläubiger kann seinerseits den Rechtsvorschlag beseitigen lassen, wenn er einen definitiven oder provisorischen Rechtsöffnungstitel in Händen hält. In den Fällen, in welchen der Gläubiger die Forderung nicht mittels Rechtsöffnungstitel belegen kann, muss er seinen Anspruch in einem materiellen Verfahren vor den ordentlichen Gerichten beweisen und ein Urteil erstreiten.
Für viele Private aber auch für Firmen ist das SchKG-Verfahren ein Buch mit sieben Siegeln. Insbesondere Klienten aus dem Ausland finden sich in den Schweizerischen Spezialitäten des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts nur schwer zu Recht.
Sowohl als Berater als auch zur Vertretung vor Gerichten und Behörden, stehen Ihnen die Anwältinnen und Anwälte der advoplus GmbH zur Verfügung.